Miserere
Drei Texte
von Helena Adler
Am 5. Januar 2024 ist Helena Adler gestorben, mit vierzig Jahren, viel zu früh. Für drei Bücher hat die Zeit gereicht, und mit diesen Büchern, vor allem aber mit »Die Infantin trägt den Scheitel links« ist es ihr gelungen, sich in die Geschichte der neueren deutschsprachigen Literatur einzuschreiben. Mit überschäumender Sprachlust, mit unbändigem Wortwitz, auf Leben und Tod und mit Hohn und Spott und Zähnen und Klauen hat sie sich ihrer Herkunft gestellt und der Alptraumidylle der österreichischen Provinz auf der Wetterseite einen frischen Anstrich verpasst. Sie hat auf Biegen und Brechen alle Register gezogen, denn ihre Literatur war nicht nur ein sehr großer Spaß, sondern immer auch eine sehr ernste Angelegenheit. Das zeigt sich auch an den drei noch zu Lebzeiten abgeschlossenen Texten, die dieser Band versammelt. Sie wüten und sie poltern wie eine Liebeserklärung an das Leben, die das letzte Wort behalten will – und behält!
Hardcover
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ISBN: 978-3-99027-407-1
Verlag: Jung u. Jung (Hauptverlag)
Veröffentlicht: 11.07.2024
Auflage: 2. Auflage
Seiten: 80 Seiten
Höhe: 18.00 cm
Breite: 12.00 cm
Gewicht: 130.00 gr
Sprache: Deutsch
Rezension
  • Helena Adler schreibt Prosa, die sich durchs Fleisch bohrt, um für immer in den Knochen zu bleiben. Das ist wild-wuchernde Sprachkunst, die einzigartig ist in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.  , ORF
  • In ihrer Beschimpfung des ruralen Milieus und des familiären Gruselkabinetts gehen Zorn und Komik eine so innige Verbindung ein, dass man das Ganze ebenso gut für eine satirische Erfindung halten könnte. 
Verschlagwortung
Hardcover; Softcover; Deutsche Literatur; Belletristik; Österreich; allgemein und literarisch; Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945); Moderne und zeitgenössische Belletristik; Nachlass; Provinz; Todsünden; Gnom; entspannen; Wortwitz; Bachmannpreis; Eintauchen; Sprachlust; Anti-Heimat-Literatur